Wegweiser Bauleistung (9)
Was sind Gewässer?
Gewässer sind auf dem Festland die Binnengewässer, die in stehende Gewässer wie Teiche, Seen und stehende Kanäle bzw. in fließende Gewässer wie Bäche, fließende Kanäle, Flüsse und Ströme bis zur Küstenlinie eingeteilt werden.
Außerhalb der Küstenlinie spricht man von der See, den Meeren und Ozeanen.
Beispielsweise zählt der Bodensee noch zu den Binnengewässern, während die Ostsee zur See außerhalb der Küstenlinie gehört.
Wasserwirtschaft ist die planmäßige Durchführung aller untereinander abgestimmten Eingriffe des Menschen in den natürlichen Wasserhaushalt des Binnenlandes.
Das Wasser wird zur Bewässerung von Ländereien, zur Versorgung mit Trink- und Brauchwasser, für die Schiffahrt und für die Kraftgewinnung benutzt. Es wird andererseits zur Entwässerung von Ländereien und Mooren abgeleitet. Dazu gehört die Entwässerung der Städte und die Beseitigung ihrer Abwässer.
Was ist Wasserbau?
Wasserbau ist der Teil der Bauleistung, der sich mit Anlagen an und im Wasser zur Nutzung und zur Beseitigung von Wasser befaßt. Der Flußbau umfaßt die Regulierungen, Uferbefestigungen, Anlage von Deichen, Wehren, Schöpfwerken und der Gründung von Brückenpfeilern. Der Verkehrswasserbau umfaßt die Herstellung von Binnenwasserstraßen, Kanälen, Schleusen, Schiffshebewerken, den Hafenbau und den Bau von Talsperren. Der Wasserkraftausbau umschließt die flußbaulichen Maßnahmen, den Bau von Talsperren und Wehren, Wasserfassungen, Triebwerkstollen und Krafthäusern. Der landwirtschaftliche Wasserbau erfaßt die Be- und Entwässerung von Ländereien, Regulierung kleiner Wasserläufe und Gewinnung, Moorkultivierung und ländliche Wasserversorgung. Der städtische Wasserbau befaßt sich mit Wasserversorgung, Kanalisation, Abwasserbeseitigung oder -verwertung sowie Entwässerung des Siedlungsraumes.
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