Schadenbeispiel 3
Sturmböe "fällt" Windkraftanlage
Im Januar 2003 fegten heftige Sturmböen über Norddeutschland. Hiervon wurde auch ein Windpark bestehend aus 15 Windenergieanlagen berührt. Aus ungeklärter Ursache versagte bei einer dieser fast 30 Meter hohen Anlagen die Sturm-Notabschaltung. Dadurch geriet der Rotor in Überdrehzahl mit nahezu 90 U/min. In diesem unkontrollierten Zustand lief der Rotor etwa zwei Stunden lang. Manuelle Versuche, die Anlage zu stoppen, waren nicht erfolgreich. Das Vorhaben, die Anlage aus dem Wind zu drehen, konnte auch nicht mehr durchge-führt werden. Schließlich knickte der Mast infolge der dynamischen Belastungen unmittelbar über dem Fundament ein und die Anlage stürzte in Windrichtung zu Boden.
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